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Fischer am Strand

Käte Lassen (Flensburg 1880 - Flensburg 1956)


Fischer am Strand

Lot-Nr. 318

Zuschlag: 22.000 €


1920er Jahre. Öl/Lw. 140 x 115,5 cm. Auf dem Keilrahmen Nachlaßstempel. Die expressive Überhöhung von Form und Farbe mit der übersteigert steilen Aufsicht auf die Szene ruft Assoziationen zu den deutschen Expressionisten auf, aber für die manchmal fast schon chiffrenhafte Vereinfachung der menschlichen Figuren bei Brücke-Künstlern hat Käte Lassen kein Verständnis. Die anatomische 'Richtigkeit' ihrer Menschen wird im Kontrast zum abstrahierten Umfeld noch hervorgehoben. Diese Männer sind keine Darsteller-Staffage, sondern bei aller Typisierung echte Menschen: Fischer, die sich ausruhen. Die Wahl des Bildausschnitts, die kompakten, geschlossenen Formen und die reduzierte Palette entheben die ruhige Szene dem Idyllischen und verleihen ihr eine existenzielle Wucht. - Provenienz: Privatsammlung Baden-Württemberg - Flensburger Malerin, Freskantin und Graphikerin. Nach erstem Unterricht bei E. Horst an der Hamburger Kunstgewerbeschule studierte L. an der Münchener Damenakademie bei M. Dasio, A. Jank und im Atelier von H. von Habermann. Weitere künstlerische Anregung fand sie vor allem bei den Werken der Künstlerkolonie Skagen und E. Munch; 1908/09 bereiste sie aber auch Paris. Sie malte Figuren- und Landschaftskompositionen aus Schleswig-Holstein und Jütland, schuf später aber auch viele Glasfenster, vor allem für Kirchen. Sie war auf den Gemeinschaftsausstellungen der Kieler Kunsthalle, des ehemaligen Flensburger Kunstgewerbe-Museums, des Hamburger Künstlervereins und Städtischen Museums Flensburg vertreten. Mus.: Flensburg, Husum, Föhr (Mus. der Westküste), Kiel u.a. Lit.: Thieme-Becker, Vollmer, Bénézit, Mahn: K.L. 1880-1956 - Grenzgängerin der Moderne, 2007 u.a.

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Käte Lassen: Fischer am Strand


Käte Lassen (Flensburg 1880 - Flensburg 1956)

Fischer am Strand

Lot-Nr. 318

Zuschlag: 22.000 €

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1920er Jahre. Öl/Lw. 140 x 115,5 cm. Auf dem Keilrahmen Nachlaßstempel. Die expressive Überhöhung von Form und Farbe mit der übersteigert steilen Aufsicht auf die Szene ruft Assoziationen zu den deutschen Expressionisten auf, aber für die manchmal fast schon chiffrenhafte Vereinfachung der menschlichen Figuren bei Brücke-Künstlern hat Käte Lassen kein Verständnis. Die anatomische 'Richtigkeit' ihrer Menschen wird im Kontrast zum abstrahierten Umfeld noch hervorgehoben. Diese Männer sind keine Darsteller-Staffage, sondern bei aller Typisierung echte Menschen: Fischer, die sich ausruhen. Die Wahl des Bildausschnitts, die kompakten, geschlossenen Formen und die reduzierte Palette entheben die ruhige Szene dem Idyllischen und verleihen ihr eine existenzielle Wucht. - Provenienz: Privatsammlung Baden-Württemberg - Flensburger Malerin, Freskantin und Graphikerin. Nach erstem Unterricht bei E. Horst an der Hamburger Kunstgewerbeschule studierte L. an der Münchener Damenakademie bei M. Dasio, A. Jank und im Atelier von H. von Habermann. Weitere künstlerische Anregung fand sie vor allem bei den Werken der Künstlerkolonie Skagen und E. Munch; 1908/09 bereiste sie aber auch Paris. Sie malte Figuren- und Landschaftskompositionen aus Schleswig-Holstein und Jütland, schuf später aber auch viele Glasfenster, vor allem für Kirchen. Sie war auf den Gemeinschaftsausstellungen der Kieler Kunsthalle, des ehemaligen Flensburger Kunstgewerbe-Museums, des Hamburger Künstlervereins und Städtischen Museums Flensburg vertreten. Mus.: Flensburg, Husum, Föhr (Mus. der Westküste), Kiel u.a. Lit.: Thieme-Becker, Vollmer, Bénézit, Mahn: K.L. 1880-1956 - Grenzgängerin der Moderne, 2007 u.a.

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