Vorbericht Auktion 2. Dezember 2017


Das Auktionshaus Stahl offeriert in seiner Weihnachtsauktion wieder ein äußerst vielfältiges und hochwertiges Programm aus unterschiedlichen Epochen.

Als Highlight stechen gleich zwei hochkarätige Werke von Peter Beard hervor:
die großformatige, unter Verwendung von Tierblut geschaffene Arbeit ‚Elui, Son of Nzenge Mkambo from Voi‘ (35.000.- €) und die Collage ‚Lion Pride in the Tiva Dry River‘, mit denen der Künstler eine unwiederbringlich verlorene Welt unter Verwendung geradezu magischer Mittel heraufbeschwört (18.000.- €).
Entdeckungen gibt es auch bei den Altmeistern: für eine Madonna mit Kind, die bislang als Werk eines unbekannten Meisters in einer schwedischen Sammlung hing, konnte Stahl in Zusammenarbeit mit dem führenden Experten Nicola Spinosa die Autorschaft des neapolitanischen Barockmeisters Massimo Stanzione bestätigen. Das farbstarke Gemälde aus der Zeit um 1645 ist mit 20.000 € im internationalen Vergleich moderat taxiert.
Eine ideal-schöne südliche Landschaft mit Blick auf die päpstliche Sommerresidenz ‚Castel Gandolfo‘, zeigt das hohe malerische Niveau des führenden flämischen Landschaftsmalers Hendrik Frans Lint (40.000.- €). Jean-Baptiste Monnoyer, der zahlreiche Werke für königliche Schlösser schuf, begeistert mit einem opulenten ‚Stilleben aus Chrysanthemen, Papageientulpen und Pfingstrosen‘ (18.000.- €).
Eine weitere, selten im Handel angebotene Rarität ist die Radierung ‚Die Windmühle‘ von Rembrandt Harmenszoon van Rijn aus dem Jahr 1641 (18.000.- €).
Die Parforcejagd, die auch noch im 19. Jh. bei den Fürstenhäuser sich großer Beliebheit erfreute, hat Emil Adam eindrucksvoll in seiner Darstellung von der Herzoglich Naussauischen Parforcejagden zu Lippspringe porträtiert (15.000,- €).

Unter freiem Himmel und bei natürlichen Licht schuf Carl Arp die ‚Blühenden Obstbäume‘, ein hervorragendes Werk der plein-air Malerei, das durch Leuchtkraft und Kolorit den Betrachter fesselt (8.000,- €).
Dazu kontrastiert die dunkle ‚Abendszene in Paris‘ von Franz Skarbina, ein schon zu seinen Lebezeiten hoch beachtetes Werk, das 1903 im Kunstsalon Paul Cassirer, zusammen mit Werken von Monet, Degas und Manet ausgestellt war (6.500,- €).

Die norddeutsche Kunst, seit jeher eine Domäne des Hauses, beeindruckt mit einer Sammlung Marinemalerei, u.a. von Johannes Holst das gesuchte Sportboot ‚Schoneryacht Susanne im Kanal‘ (10.000,- €).
Aus der Worpsweder Schule liefert Otto Modersohn mit seinen ‚Torfstecherinnen im Moor‘ eines seiner gesuchten Werke (9.000,- €).
Beeindruckende Kunstobjekte bietet Stahl auch in der Sparte der klassischen Antiquitäten. Zu den Höhepunkten zählen frühe Raritäten aus der Meissener Manufaktur, z.B. ein nach Stichvorlagen von Johann Elias Ridinger in Auftrag gegebenes Kaffee- und Teeservice mit Purpur-Jagdmalerei (9.800,- € ). In dieser Vollständigkeit sehr selten auf dem Markt ist die komplette Serie von 16 Figuren aus der ‚Commedia dell‘ arte‘ von Franz Anton Bustelli aus der Nymphenburger Porzellanmanufaktur (19.000.- €), die ebenso Ausdruck des Lebensgefühls des 18. Jahrhunderts ist, wie ein Porzellanstockgriff der Meissener Manufaktur mit dem Kopf eines Mopses - einem der Megamodetrends der Zeit (900,- €).
Die Anfänge des floralen Jugendstils dokumentieren die mit Schwertlilien intarsierte Gallé-Vitrine und das Paar vergoldeter Orivit-Leuchter von Hans Peter (1.000.- €), während ein Josef Hoffmann zugeschriebener Silberpokal aus der Wiener Silbermanufaktur Alexander Sturm (4.900.- €) und eine von Louis Majorelle in Schmiedeeisen gefasste Daum-Schale (1.500,- €) bereits den formstrengen Übergang in das Art-déco einleiten.
Äußerst eindrucksvoll ist auch die bereits auf den Expressionismus verweisende Majolika-Skulptur ‚Geiz‘ von Bernhard Hoetger (3.900.- €).
Bei den Skulpturen- und Bronzen gibt es qualitätsvolle Werke von der Spätrenaissance, u.a. das Holzskulptur 'Segnendes Jesuskind' (2.000,- €) bis hin zur Jahrhundertwende, u.a. die große Bronze-Figur 'Trinkende' von Victor Seifert (1.500,- €) zu entdecken.

Die Silber-Offerte glänzt mit formschönen Arbeiten aus der Werkstatt von Georg Jensen, z.B. Kaffee- u. Teeservice Nr. 80A (2.200,- € und 2.500,- €), Evald Nielsen und Jens Sigsgaard.
Die Abteilung Modernes Design und Interieur bietet originelle mid-century Möbel, die Lust auf ein neues Ambiente machen: das goldgelbe Sofa ‚Bananenform‘ in Hollywood-Regency-Style (2.000,- €), dazu das passende Paar Vintage Messing-Regale von Romeo (1.800,- €) oder die Design-Ikone von Finn Juhl‚ der 'Bwana'-Lounge Chair‘ (2.900,- €).

Aus dem ehemaligen Besitz des beliebten Schauspielers und Regisseurs Dieter Pfaff stammt eine kleine Sammlung eleganter Art-déco Möbel, u.a. ein Paar französischer Art-Déco Sessel (2.500,- €).
Unter den exquisiten Schmuckstücken begeistern hochkarätige Solitär-Ringe, u.a. ein hochfeiner Solitär-Ring von 4,19 ct. (30.000,- €).
Glanzstück des antiken Schmuckes ist eine ungewöhnlich große Naturperle in diamantbesetzter Montierung (26.000,- €).

Für die Liebhaberinnen von Vintage-Taschen offeriert Stahl zwei exzellente Hermès 'Kelly-Bags‘ aus Krokoleder: Kelly Bag 32' Bordeaux (6.000,- €) und 'Kelly Bag 28' Havane (4.500,- €). Hochwertige, limitierte Markenuhren stehen ebenso ungebrochen im Trend.
Für die Damen schuf die Manufaktur Chopard in seinem Haute-Joaillerie-Atelier eine kostbare Armbanduhr mit hochfeinen Diamantbesatz von über 10 ct. (17.000,- €), für die Herren dürfte die Glashütte-Armbanduhr 'Senator Klassik - Chronograph' verlockend sein (6.000,- €). Last not least das technisch aufwendige Präzisionsinstrument, die Präzisionsstanduhr ‚Columna Temporis‘ der Münchener Uhrenmanufaktur Erwin Sattler (15.000,- €).