Nachbericht Auktion 30. November 2019 im Auktionshaus Stahl Hamburg


Ein gelungener Auktionsstart boten die klassischen Werke des 20. Jahrhunderts, unter denen sich Arbeiten von Emil Nolde als am begehrtesten herausstellten. Das kleine Aquarell mit ‘Gewitter über der Nordsee‘ musste der siegreiche Saalbieter sich für 48.000 € gegen die zahlreichen Telefonbieter hart erkämpfen und der frühe Holzschnitt ‘Segelboot‘ aus dem Jahre 1910 wechselte am Telefon für 18.000 € in eine amerikanische Sammlung nach Chicago.

Auch Gerhard Richter stellte einmal mehr seine Zugkraft unter Beweis. Seine Fotografie ‘Pyramide‘ aus dem Nachlass von Carl Vogel, dem ehemaligen Präsidenten der Hamburger Hochschule für Bildende Künste, wurde dem Auktionshaus für 17.000 € geradezu aus den Händen gerissen.

Für einen großen erotischen Minotaurus von Paul Wunderlich fiel der Hammer für einen Fernbieter erst bei überragenden 10.000 €. Eine Besonderheit bot das pointillistische Aquarell von Ivo Hauptmann, das seinen Startpreis verfünffachte und bei 4.800 Euro den Zuschlag erhielt .
Engagierte Bieter sorgten auch bei den Altmeistern für fulminante Bietsteigerungen. ‚Die Vision des Hl. Eustachius‘ aus dem Umkreis Albrecht Dürers wurde nach einem hitzigen Bietergefecht für 55.000 € einem russischen Sammler am Telefon zugeschlagen.

Ein Pieter Boel zugeschriebenes Gemälde mit atemberaubend lebensechten Kaninchen und Vögeln verbesserte sich auf beachtliche 22.000 €.
Auch die akademische Tradition des 19. Jahrhunderts fand ihre Liebhaber: eine strahlende Venedig-Vedute von William Leighton Leitch erzielte gute 6.000 €, eine postkartengroße Blumenmalerei von Pierre-Joseph Redouté konnte für 5.000 € nach Luxemburg verkauft werden und ein delikates Stillleben aus dem Umkreis Johan Laurents Jensen ging für 6.500 € an einen dänischen Sammler.

Gewohnt gute Nachfrage gab es auch bei der Marinemalerei: für ein ‚Flottenmanöver‘ von Claus Bergen wurden 6.000 € bewilligt und die ‘Seenotretter‘ von Hermann Eschke gingen für 8.000 € in ein norddeutsches Museum.
Erfreulich solide Zuschläge wurden auch beim Kunsthandwerk erzielt. Eine Offerte barocken Silbers konnte gut abgesetzt werden, so erzielte ein Paar Kopenhagener Leuchter 4.200 €, beim modernen Silber wurde ein Satz von Tiffany-Leuchtern ebenso für 4.200 € zugeschlagen.

Ungebrochen ist auch die Popularität von Friedrich dem Großen: eine große Meissener Figurengruppe mit ‚Friedrich und General von Ziethen‘ steigerte sich auf 5.000 €. Hochwertige Schmuckstücke haben bei Stahl eine lange Tradition.

Ein Art-Déco-Anhänger mit großer Naturperle sicherte sich für 14.000 € ein Saalbieter und ein hochkarätiger Rubin-Diamant-Ring wechselte bei 8.000 € den Besitzer. Als Weihnachtsgeschenk wurden ein Paar feine Solitär-Ohrstecker für 11.000, € erworben und eine Loser River-Diamant von 1,40 ct. ging für 9.000 € an eine Sammlerin nach Süddeutschland. Ein Liebhaber honorierte das seltene Schmuckset mit Collier und Armband aus der Goldschmiede Wellendorff mit 7.000 €.
Guter Nachfrage erfreuten sich auch die klassischen Solitär-Ringe, darunter ein Diamant-Ring von Armin Haase, der 8.400 € einspielte.
Bei den Uhren strahlten wie üblich die großen Marken. Die interessante Skelett-Uhr von Audemars Piguet brachte 5.500 € ein, die klassisch-schöne ‘Gondolo‘ von Patek Philippe 5.000 € und eine goldente Savonette von Jules Jürgensen wurde auf 4.400 € gesteigert.

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