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Ulrich Leman: Laokoon


Ulrich Leman (Düsseldorf 1885 - Deià/Mallorca 1988)

Laokoon


Lot-Nr. 218 | Erlös: 9.300,00 €

Öl/Lw., 79 x 79 cm, r. u. sign. u. dat. Ulrich Leman Zoppot 1925, verso betitelt, Düsseldorfer Atelieradresse des Künstlers sowie erneut sign. u. dat., auf dem Rahmen Zoppoter Atelieradresse sowie Aufkleber wohl von Johanna Ey, min. besch. - Der antiken Überlieferung nach ließ die Göttin Athene den Priester Laokoon und seine Söhne von Schlangen töten, weil er die Trojaner daran hindern wollte, das Trojanische Pferd in die Stadt zu schaffen. Während im Gesicht Laokoons im Hintergrund der Schrecken über den Tod der Söhne erkennbar ist, scheint sich der junge Mann, selbst im Tod noch elegant, der Schlange hingebungsvoll zu überlassen. Den Tod als luxuriöse Inszenierung dürfte Leman nicht zufällig für das Publikum im mondänen Seebad Zoppot geschaffen haben. - Ausstellungen: Das Gemälde war ausgestellt: Stadtmuseum Düsseldorf, 19.10.85-5.1.86, Kat.-Nr. 17, mit Abb. - Provenienz: Wahrscheinlich Galerie Johanna Ey, Düsseldorf; vom Vater des jetzigen Eigentümers in den 60er Jahren als Erbe erhalten. - Maler des 'Rheinischen Expressionismus'. L. wuchs in Danzig auf u. studierte an der Düsseldorfer Akademie. Er wurde Meisterschüler von H. Nauen u. trat der progressiven Künstlergruppe 'Das Junge Rheinland' bei. Nach einem längeren Griechenlandaufenthalt ließ er sich 1929 auf Mallorca nieder. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen u. nahm an Ausstellungen auf der ganzen Welt teil, u.a. mit Macke, Klee, Feininger, Heckel u. Schmidt-Rottluff. L. mußte als Maler der 'Verschollenen Generation' aber mit großen Ausstellungen in den 80er Jahren erst wiederentdeckt werden.

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