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Christian Rohlfs: Physaliszweige in einer Vase


Christian Rohlfs (Niendorf/Holst. 1849 - Hagen/Westf. 1938)

Physaliszweige in einer Vase


Lot-Nr. 166 | Erlös: 24.800,00 €

Um 1919, Wassertempera, 47 x 62,5 cm, r. u. monogr. CR, Papierläsionen, unter Passepartout u. Glas gerahmt, ungeöffnet. - Von der nur leicht aus dem Mittelpunkt des Bildes gerückten Vase strahlen die Zweige in alle Richtungen aus. Rohlfs erweist sich als Meister der Reduktion: auf dem freigelassenen Hintergrund ist die Komposition perfekt balanciert, die Blüten sind unter Einbeziehung der Farbe des Bildträgers mit wenigen Strichen modelliert. Der kompositorischen Reduktion entspricht die koloristische, und die intensiven Farben einer sparsamen Palette kommen dadurch umso wirkungsvoller zur Geltung. - Gutachten: Christian-Rohlfs-Archiv am Osthaus-Museum Hagen, 19. Oktober 2015. Das Werk ist unter der Nr. CRA 124/15 ins Rohlfs-Archiv aufgenommen. - R. war einer der innovativsten Künstler der deutschen Avantgarde. Er studierte ab 1870 an der Akademie Weimar bei P. Thumann, wo er ab 1884 zunächst in naturalistischem, dann in impressionistischem Stil arbeitete. Auf Einladung K. E. Osthaus' wurde er 1901 Lehrer an der Folkwangschule in Essen. 1937 wurden viele seiner Werke von den Nationalsozialisten als 'entartet' aus Museen entfernt. Auf der Documenta I 1955 wurde seine Kunst posthum gewürdigt. Obwohl eine Generation älter als die Maler der 'Brücke' oder des 'Blauen Reiters' gehört Rohlfs zu den ganz großen Erneuerern der deutschen Malerei der Moderne, der sich bis ins hohe Alter künstlerisch weiterentwickelte.

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