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Friedrich Mißfeldt: Scherrebeker Wandbehang


Friedrich Mißfeldt (Kiel 1874 - Kiel 1969)

Scherrebeker Wandbehang


Lot-Nr. 656 | Erlös: 6.200,00 €

1907, Gewebe, 57 x 148 cm, r. u. monogr. FM auf Schleswig-Holsteinischer Flagge, am Rand min. rest. - Der Wandbehang wurde wahrscheinlich in einer Auflage von nur 6 Exemplaren gefertigt. Eines davon befindet sich im Altonaer Museum in Hamburg. Vgl: Dorothee Bieske: Scherrebek, Wandbehänge des Jugendstils, Flensburg 2003, S. 96f, mit Farbabb. - Das Werk besticht durch die klaren Formen und das kontrastreiche Kolorit sowie durch die starke Tiefenwirkung, die der Künstler durch die große Möwe im Vordergrund u. das Schiff knapp hinter dem Horizont erzielt. - Die 1896 im dänischen Skaerrebek gegründete Webschule erlangte überregionale Bedeutung, nachdem auf Vermittlung von Justus Brinckmann, dem Direktor der Hambuger Kunstgewerbeschule, führende Künstler des Jugendstils wie H. Vogeler, O. Eckmann, W. Leistikow Entwürfe lieferten. - Landschafts-, Figuren- u. Tiermaler, nach einer Ausbildung zum Dekorationsmaler studierte er 1894-98 an der Karlsruher Akademie bei R. Pötzelberger u. C. Grethe sowie als Meisterschüler von L. von Kalckreuth, 1903-04 bildete er sich an der Académie Julian in Paris fort, danach bildete er mit seinem Bruder Heinrich in Berlin eine Ateliergemeinschaft, bevor er 1906 nach Kiel übersiedelte u. eine Stelle an der Kunstgewerbeschule annahm, zwischen 1906 u. 1919 lieferte er Entwürfe für die Scherrebeker Webereien. - Lit.: Thieme-Becker, Bénézit, Bieske: Scherrebek, Ausstellungskatalog Flensburg 2003.

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