Schwebender Gottvater
Ernst Barlach (Wedel/Holst. 1870 - Rostock 1938)
Lot-Nr. 582
Aufrufpreis: 2.000 €
Meissen. 1922 (Modell). Böttgersteinzeug. H. 50 x 52 x 33,5 cm. Schwertermarke, signiert E Barlach, Modellnummer A 1070, 107, BÖTTGER STEINZEUG. Minimale Spuren von Abrieb. Die Zusammenarbeit von Ernst Barlach mit der Manufaktur Meissen ging auf den Kunsthändler Paul Cassirer zurück. Das Schöpfungsthema illustrierte Barlach bereits 1921: das Blatt 'Der erste Tag' aus der Holzschnittfolge 'Die Wandlung Gottes' gilt als unmittelbare Vorlage für die plastische Gestaltung. Die Ausführung in Böttgersteinzeug und nicht in Porzellan betont die klare, kantige Linienführung der Skulptur - Deutscher Bildhauer, Schriftsteller und Zeichner. B. studierte 1888-95 an der Hamburger Kunstgewerbeschule und der Dresdener Akademie. Anschließend lebte er für zwei Jahre in Paris. Zunächst betätigte er sich vorwiegend als Keramiker, u.a. für die Manufaktur Mutz in Altona. Eine Russlandreise 1906 beeinflußte ihn nachhaltig; er stellte Skulpturen des russischen Volkslebens erstmals 1907 bei der Berliner Secession aus. In der Folge erhielt er auch zahlreiche prominente öffentliche Aufträge. B. gehört zu den von den Nationalsozialisten besonders intensiv bedrängten Künstlern, und viele seiner Werke wurden beschlagnahmt oder vernichtet. Heute gilt er als einer der bedeutendsten Bildhauer des 20. Jhs. Mus.: Hamburg (Ernst-Barlach-Haus), Nürnberg (Germanisches Nationalmuseum), Schwerin u.a. Lit.: Schult (WVZ) u.a.
Ernst Barlach: Schwebender Gottvater
Ernst Barlach (Wedel/Holst. 1870 - Rostock 1938)
Schwebender Gottvater
Lot-Nr. 582
Aufrufpreis: 2.000 €
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| Manufaktur/Herkunft: | Meissen |
|---|---|
| Datierung: | 1922 (Modell) |
| Technik/Medium: | Böttgersteinzeug |
| Maße: | H. 50 x 52 x 33,5 cm |
| Bezeichnung/Marke: | Schwertermarke, signiert E Barlach, Modellnummer A 1070, 107, BÖTTGER STEINZEUG |
| Zustand: | Minimale Spuren von Abrieb |
| Beschreibung: | Die Zusammenarbeit von Ernst Barlach mit der Manufaktur Meissen ging auf den Kunsthändler Paul Cassirer zurück. Das Schöpfungsthema illustrierte Barlach bereits 1921: das Blatt 'Der erste Tag' aus der Holzschnittfolge 'Die Wandlung Gottes' gilt als unmittelbare Vorlage für die plastische Gestaltung. Die Ausführung in Böttgersteinzeug und nicht in Porzellan betont die klare, kantige Linienführung der Skulptur |
Vita:
Deutscher Bildhauer, Schriftsteller und Zeichner. B. studierte 1888-95 an der Hamburger Kunstgewerbeschule und der Dresdener Akademie. Anschließend lebte er für zwei Jahre in Paris. Zunächst betätigte er sich vorwiegend als Keramiker, u.a. für die Manufaktur Mutz in Altona. Eine Russlandreise 1906 beeinflußte ihn nachhaltig; er stellte Skulpturen des russischen Volkslebens erstmals 1907 bei der Berliner Secession aus. In der Folge erhielt er auch zahlreiche prominente öffentliche Aufträge. B. gehört zu den von den Nationalsozialisten besonders intensiv bedrängten Künstlern, und viele seiner Werke wurden beschlagnahmt oder vernichtet. Heute gilt er als einer der bedeutendsten Bildhauer des 20. Jhs. Mus.: Hamburg (Ernst-Barlach-Haus), Nürnberg (Germanisches Nationalmuseum), Schwerin u.a. Lit.: Schult (WVZ) u.a.
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