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Russische Bettlerin I

Ernst Barlach (Wedel/Holst. 1870 - Rostock 1938)


Russische Bettlerin I

Lot-Nr. 233

Aufrufpreis: 15.000 €


Modell von 1907, Ausführung nach 1953. Bronze, braun patiniert. H. 14 x 31 x 14,5 cm. Signiert E. Barlach, Gießerstempel H.NOACK-BERLIN. Stark vorgebeugt sitzende, verhüllte Gestalt, die linke Hand bittend nach vorne gestreckt. Seit seiner Russlandreise 1906, die einen künstlerischen Wendepunkt im Leben Barlachs darstellte, gehörten Bettler zu seinen bekanntesten Figurentypen, die er zunächst in dem bereits vertrauten Steinzeug ausführte, später auch in Bronze. 'Er verstand sie nicht ausschließlich als sozial benachteiligte Menschen, sondern als Ausdruck für die Unzulänglichkeit des menschlichen Daseins' (Laur II, S. 41) - Literatur: WVZ Laur II, Nr. 117 (Laur nennt insgesamt 25 Exemplare, davon drei unnummerierte Lebzeitengüsse 1933-1934, drei nummerierte Güsse 1947-1953 sowie 19 unnummerierte Güsse seit 1953) - Deutscher Bildhauer, Schriftsteller und Zeichner. B. studierte 1888-95 an der Hamburger Kunstgewerbeschule und der Dresdener Akademie. Anschließend lebte er für zwei Jahre in Paris. Zunächst betätigte er sich vorwiegend als Keramiker, u.a. für die Manufaktur Mutz in Altona. Eine Russlandreise 1906 beeinflußte ihn nachhaltig; er stellte Skulpturen des russischen Volkslebens erstmals 1907 bei der Berliner Secession aus. In der Folge erhielt er auch zahlreiche prominente öffentliche Aufträge. B. gehört zu den von den Nationalsozialisten besonders intensiv bedrängten Künstlern, und viele seiner Werke wurden beschlagnahmt oder vernichtet. Heute gilt er als einer der bedeutendsten Bildhauer des 20. Jhs. Mus.: Hamburg (Ernst-Barlach-Haus), Nürnberg (Germanisches Nationalmuseum), Schwerin u.a. Lit.: Schult (WVZ) u.a.

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Ernst Barlach: Russische Bettlerin I


Ernst Barlach (Wedel/Holst. 1870 - Rostock 1938)

Russische Bettlerin I

Lot-Nr. 233

Aufrufpreis: 15.000 €

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Datierung: Modell von 1907, Ausführung nach 1953
Technik/Medium: Bronze, braun patiniert
Maße: H. 14 x 31 x 14,5 cm
Bezeichnung/Marke: Signiert E. Barlach, Gießerstempel H.NOACK-BERLIN
Beschreibung: Stark vorgebeugt sitzende, verhüllte Gestalt, die linke Hand bittend nach vorne gestreckt. Seit seiner Russlandreise 1906, die einen künstlerischen Wendepunkt im Leben Barlachs darstellte, gehörten Bettler zu seinen bekanntesten Figurentypen, die er zunächst in dem bereits vertrauten Steinzeug ausführte, später auch in Bronze. 'Er verstand sie nicht ausschließlich als sozial benachteiligte Menschen, sondern als Ausdruck für die Unzulänglichkeit des menschlichen Daseins' (Laur II, S. 41)
Literatur: WVZ Laur II, Nr. 117 (Laur nennt insgesamt 25 Exemplare, davon drei unnummerierte Lebzeitengüsse 1933-1934, drei nummerierte Güsse 1947-1953 sowie 19 unnummerierte Güsse seit 1953)

Vita:

Deutscher Bildhauer, Schriftsteller und Zeichner. B. studierte 1888-95 an der Hamburger Kunstgewerbeschule und der Dresdener Akademie. Anschließend lebte er für zwei Jahre in Paris. Zunächst betätigte er sich vorwiegend als Keramiker, u.a. für die Manufaktur Mutz in Altona. Eine Russlandreise 1906 beeinflußte ihn nachhaltig; er stellte Skulpturen des russischen Volkslebens erstmals 1907 bei der Berliner Secession aus. In der Folge erhielt er auch zahlreiche prominente öffentliche Aufträge. B. gehört zu den von den Nationalsozialisten besonders intensiv bedrängten Künstlern, und viele seiner Werke wurden beschlagnahmt oder vernichtet. Heute gilt er als einer der bedeutendsten Bildhauer des 20. Jhs. Mus.: Hamburg (Ernst-Barlach-Haus), Nürnberg (Germanisches Nationalmuseum), Schwerin u.a. Lit.: Schult (WVZ) u.a.

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