La Fête aux Invalides
André Lhote (Bordeaux 1885 - Paris 1962)
Lot-Nr. 320
Ergebnis : 16.400 €
Um 1925. Öl/Leinwand. 27 x 46 cm. Rechts unten signiert A. Lhote. Unauffällige Retuschen überwiegend im Randbereich. Das Werk zeigt die Esplanade des Invalides im zarten Licht des Morgengrauens, vor der Kulisse des Hôtel des Invalides. Bunte Zelte und Attraktionen deuten auf die Vorbereitungen zu den Feierlichkeiten des Nationalfeiertags in Frankreich am 14 Juli. - Gutachten: Expertise von Dominique Bermann Martin 03. 05. 2014. Das Werk wird in das Werkverzeichnis aufgenommen. - Französischer Maler, Kunsttheoretiker und prägender Vermittler des Kubismus. L. studierte Bildhauerei an der École des Beaux-Arts in Bordeaux von 1898 bis 1906 und wandte sich später ganz der Malerei zu. Sein frühes Werk ist stark von Cézanne und den Fauves beeinflusst. Ab 1910 schloss er sich dem kubistischen Kreis in Paris an und stellte im Salon des Indépendants aus. L. entwickelte eine gemäßigte, strukturierte Variante des Stils, die Gegenständlichkeit und Ordnung bewahrte. Seine Werke verbinden klare Geometrie mit harmonischen Farbkompositionen, wobei Landschaften und der menschliche Körper zentrale Gegenstände seiner Darstellungen sind. Neben seiner künstlerischen Praxis war L. ein einflussreicher Lehrer und zog zahlreiche internationale Studierende an. 1925 gründete er seine eigene Akademie 'L'Académie André Lhote', die bis zu seinem Tod bestand. Unter seinen Schülern befanden sich u.a. Tamara de Lempicka, Hans Hartung, Wu Guanzhong und Louise Bourgeois. L. veröffentlichte kunsttheoretische Schriften, in denen er Kompositionen, Rhythmus und das 'konstruktive' Bilddenken betonte. Den Kubismus verstand er nicht als radikalen Bruch sondern als Weiterentwicklung klassischer Bildprinzipien. Mus.: Paris (Musée d'Art Moderne, Centre Pompidou), Bordeaux (Musée des Beaux-Arts), Chicago (Art Institute) u.a. Lit.: Thieme-Becker, Vollmer
André Lhote: La Fête aux Invalides
André Lhote (Bordeaux 1885 - Paris 1962)
La Fête aux Invalides
Lot-Nr. 320
Ergebnis : 16.400 €
| Datierung: | Um 1925 |
| Technik/Medium: | Öl/Leinwand |
| Maße: | 27 x 46 cm |
| Bezeichnung/Marke: | Rechts unten signiert A. Lhote |
| Zustand: | Unauffällige Retuschen überwiegend im Randbereich |
| Beschreibung: | Das Werk zeigt die Esplanade des Invalides im zarten Licht des Morgengrauens, vor der Kulisse des Hôtel des Invalides. Bunte Zelte und Attraktionen deuten auf die Vorbereitungen zu den Feierlichkeiten des Nationalfeiertags in Frankreich am 14 Juli. |
| Bestätigung: | Expertise von Dominique Bermann Martin 03. 05. 2014. Das Werk wird in das Werkverzeichnis aufgenommen. |
Vita:
Französischer Maler, Kunsttheoretiker und prägender Vermittler des Kubismus. L. studierte Bildhauerei an der École des Beaux-Arts in Bordeaux von 1898 bis 1906 und wandte sich später ganz der Malerei zu. Sein frühes Werk ist stark von Cézanne und den Fauves beeinflusst. Ab 1910 schloss er sich dem kubistischen Kreis in Paris an und stellte im Salon des Indépendants aus. L. entwickelte eine gemäßigte, strukturierte Variante des Stils, die Gegenständlichkeit und Ordnung bewahrte. Seine Werke verbinden klare Geometrie mit harmonischen Farbkompositionen, wobei Landschaften und der menschliche Körper zentrale Gegenstände seiner Darstellungen sind. Neben seiner künstlerischen Praxis war L. ein einflussreicher Lehrer und zog zahlreiche internationale Studierende an. 1925 gründete er seine eigene Akademie 'L'Académie André Lhote', die bis zu seinem Tod bestand. Unter seinen Schülern befanden sich u.a. Tamara de Lempicka, Hans Hartung, Wu Guanzhong und Louise Bourgeois. L. veröffentlichte kunsttheoretische Schriften, in denen er Kompositionen, Rhythmus und das 'konstruktive' Bilddenken betonte. Den Kubismus verstand er nicht als radikalen Bruch sondern als Weiterentwicklung klassischer Bildprinzipien. Mus.: Paris (Musée d'Art Moderne, Centre Pompidou), Bordeaux (Musée des Beaux-Arts), Chicago (Art Institute) u.a. Lit.: Thieme-Becker, Vollmer