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Stehendes Mädchen

Gerhard Marcks (Berlin 1889 - Burgbrohl 1981)


Stehendes Mädchen

Lot-Nr. 481

Zuschlag: 6.500 €


Entwurf 1968, Ausführung nach 1970. Bronze, goldfarben patiniert. H. 47,5 cm. Künstlersignet und Gießerstempel: GUSS BARTH RINTELN, num. Ex. 5/10. Marcks übernimmt hier das Standmotiv des antiken Kouros für eine weibliche Figur - Gutachten: WVZ Rudloff 927 (hier abgebildet ein mit 1/10 num. Guss von 1968, gegossen bei Barth in Berlin, mit dem Verweis, dass 10/10 Güssen vorgesehen waren, die dann offenbar nach dem Umzug der Gießerei Barth nach Rinteln ausgeführt wurden) - Gerhard Marcks zählt neben Lehmbruck u. Barlach zu den bedeutendensten deutschen Bildhauern der Gegenwart. Ab 1907 teilte er sich ein Atelier mit R. Scheibe, erste autodidaktische Tierplastiken nach Studien im Zoologischen Garten von Berlin zeigen die Nähe zum Oeuvre des Tierbildhauers A. Gaul, der ihn als Modelleur an die Schwarzburger Werkstätten vermittelte. 1918 wurde er durch B. Paul an die Berliner Kunstgewerbeschule berufen, bevor W. Gropius ihn 1919 als Leiter der Bauhaus-Töpferei nach Weimar abwarb. Dort traf er 1921 L. Feininger, der ihn zur Beschäftigung mit dem Holzschnitt anregte. 1928 erhielt er den Villa-Romana-Preis u. übernahm die Leitung der Kunstgewerbeschule Burg Giebichenstein in Halle. 1933 von den Nazis aus dem Lehramt entlassen, verbrachte er die Jahre des inneren Exils in Ahrenshoop. Ab 1945 unterrichtete er an der Landeskunstschule Hamburg, 1950 übersiedelte er nach Köln. Marcks schuf zahlreiche Skulpturen für den öffentlichen Raum. Er thematisierte als Bildhauer wie als Zeichner den Menschen, dabei wurde die archaische Kunst Ausgangspunkt für eine beseelte, in sich ruhende Kunstform. Zu seinen bekanntesten Werken zählen die 'Bremer Stadtmusikanten'. Mus.: Bremen (Gerhard Marcks Haus), Köln (Wallraf-Richartz-Mus.), Hannover u.a. Lit.: Thieme-Becker, Vollmer, Der Neue Rump u.a.

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Gerhard Marcks: Stehendes Mädchen


Gerhard Marcks (Berlin 1889 - Burgbrohl 1981)

Stehendes Mädchen

Lot-Nr. 481

Zuschlag: 6.500 €

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Entwurf 1968, Ausführung nach 1970. Bronze, goldfarben patiniert. H. 47,5 cm. Künstlersignet und Gießerstempel: GUSS BARTH RINTELN, num. Ex. 5/10. Marcks übernimmt hier das Standmotiv des antiken Kouros für eine weibliche Figur - Gutachten: WVZ Rudloff 927 (hier abgebildet ein mit 1/10 num. Guss von 1968, gegossen bei Barth in Berlin, mit dem Verweis, dass 10/10 Güssen vorgesehen waren, die dann offenbar nach dem Umzug der Gießerei Barth nach Rinteln ausgeführt wurden) - Gerhard Marcks zählt neben Lehmbruck u. Barlach zu den bedeutendensten deutschen Bildhauern der Gegenwart. Ab 1907 teilte er sich ein Atelier mit R. Scheibe, erste autodidaktische Tierplastiken nach Studien im Zoologischen Garten von Berlin zeigen die Nähe zum Oeuvre des Tierbildhauers A. Gaul, der ihn als Modelleur an die Schwarzburger Werkstätten vermittelte. 1918 wurde er durch B. Paul an die Berliner Kunstgewerbeschule berufen, bevor W. Gropius ihn 1919 als Leiter der Bauhaus-Töpferei nach Weimar abwarb. Dort traf er 1921 L. Feininger, der ihn zur Beschäftigung mit dem Holzschnitt anregte. 1928 erhielt er den Villa-Romana-Preis u. übernahm die Leitung der Kunstgewerbeschule Burg Giebichenstein in Halle. 1933 von den Nazis aus dem Lehramt entlassen, verbrachte er die Jahre des inneren Exils in Ahrenshoop. Ab 1945 unterrichtete er an der Landeskunstschule Hamburg, 1950 übersiedelte er nach Köln. Marcks schuf zahlreiche Skulpturen für den öffentlichen Raum. Er thematisierte als Bildhauer wie als Zeichner den Menschen, dabei wurde die archaische Kunst Ausgangspunkt für eine beseelte, in sich ruhende Kunstform. Zu seinen bekanntesten Werken zählen die 'Bremer Stadtmusikanten'. Mus.: Bremen (Gerhard Marcks Haus), Köln (Wallraf-Richartz-Mus.), Hannover u.a. Lit.: Thieme-Becker, Vollmer, Der Neue Rump u.a.

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