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Mathias Ortmann: Museale Rokoko-Kommode


Mathias Ortmann (1700 - 1757), Umkreis

Museale Rokoko-Kommode


Lot-Nr. 561 | Erlös: 8.700,00 €

Kopenhagen, um 1770. Nussbaum, furniert und mit vergoldetem Schnitzwerk, Bronzebeschläge, gegossen, ziseliert und vergoldet, grauer Marmor. 3-schübiger, stark bombierter Corpus mit Füllungsmarketerien und Goldakzentuierungen. Vergoldete Zargenschnitzerei einer Lorbeergirlande mit Blüten und zentralem Medaillon. Die Schubkästen durch Goldrahmung hervorgehoben, oberer Schub eingezogen und durch umlaufend vergoldete Profilleisten optisch abgesetzt. Abschließende Platte aus grauem Fossilien-Marmor. H. 76 cm, Marmorplatte B. 63 cm, B. insg. 75,5 cm, T. 45 cm. - Mit Gutachten von Dr. Annette-Isabell Kratz (2000). - Diese elegant bombierte Kommode wurde im dänischen Rokoko-Stil der 1760er Jahre ausgeführt und steht dem Oeuvre des berühmten Ebenisten Mathias Ortmann, der zwischen 1733 und 1757 in Kopenhagen arbeitete, sehr nahe. Zu den typisch Ortmann’schen Gestaltungsprinzipien zählen vor allem der vergoldete Zierrat von Zarge und Vorderkanten, die Hervorhebung der Schubkästen durch Goldumrandungen und dem vergoldeten Deckplattenrand sowie der meist stark bombierte Corpus mit Absetzung des oberen Schubs durch umlaufend vergoldete Profilleisten. Eine ähnliche Kommode mit Stempel der Ortmann’schen Werkstatt befindet sich im Kopenhagener Kunstindustrimuseet und ist abgebildet bei Kreisel und Himmelheber, Die Kunst des Deutschen Möbels, Bd. 2, num. 853.

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